Abschlussbericht zum Tod des Schwimmers Fran Crippen

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Vor einem halben Jahr starb der Amerikaner Fran Crippen bei einem Weltcup – nun wurde der Abschlussbericht veröffentlicht und erhebt massiver Vorwürfe gegen die Veranstalter.

Zuerst jedoch der Reihe nach: Im Oktober vergangenen Jahres packten die weltbesten Schwimmer ihre Sporttaschen und machten sich auf zum Freiwasser-Weltcup nach Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Rennen wurde von den Veranstaltern jedoch kurzerhand nach Fujairah am Persischen Golf verlegt. Dies war der erste Verstoß der Veranstalter gegen die Fina-Bestimmungen, denn eine Weltcupstrecke muss mindestens drei Monate vor dem Rennen vom Weltverband abgenommen werden.

Dann waren für die 77 Rennteilnehmer auf einer Distanz von 10 Kilometern nur zwei Jetskifahrer im Einsatz – der nächste Verstoß. Des Weiteren wurden schon vor dem Rennen die hohen Temperaturen (35 Grad Lufttemperatur und 29 Grad Wassertemperatur) von Seiten der Schwimmer angemahnt. Diese tragen zwar von je her wenig Sportbekleidung, jedoch wären diese Temperaturen unzumutbar. Die Kombination der hohen Temperaturen, der hohen körperlichen Belastung und die Dehydrierung soll schließlich dazu geführt haben, dass Crippen das Bewusstsein verlor und schließlich ertrank.

Dass dieser Bericht schon jetzt veröffentlich wurde ist vor allem der Verdienst des amerikanischen Schwimmverbandes, der der Task Force mehrmals eine Verschleppungstaktik vorwarf und so eine schnelle Aufarbeitung des tragischen Falls erzwang.

Die Empfehlungen des Abschlussberichtes sind, dass bei zukünftigen Rennen ein detaillierter Sicherheits- und Notfallplan vorliegen muss und die Wassertemperatur nur zwischen 18 und 28 Grad liegen darf. Dabei fragt sich so mancher, warum dies nicht schon vorher Standard in einer solchen Sportart war.

Es bleibt nun zu hoffen, dass die Veränderungen auch umgesetzt werden und anschließend ausreichen, um solche tragischen Unfälle in der Zukunft zu vermeiden.

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